DPSG Stamm Kardinal Graf von Galen, Gelsenkirchen-Schalke
  • Clemens August Kardinal Graf von Galen
  • Clemens August Kardinal Graf von Galen (geb. 16. März 1878 in Dinklage, gest. 22. März 1946 in Münster) war von 1933 bis 1946 Bischof von Münster. Bekannt wurde er durch sein öffentliches Auftreten gegen die Tötung des sog. "unwerten Lebens" im Nationalsozialismus. Er wurde 1946 zum Kardinal ernannt und 2005 von Papst Johannes Paul II. seelig gesprochen.

    Leben

    Als elftes von dreizehn Kindern des Reichtagsabgeordneten Ferdinand Heribert Graf von Galen und dessen Ehefrau Elisabeth geb. von Spee, wurde Clemens Augustinus Emmanuel Pius Antonius Hubertus Marie Graf von Galen (so sein voller Name) am 16. März 1878 in Dinklage (Oldenburger Münsterland) geboren.

    Seine schulische Ausbildung erhielt er zunächst im elterlichen Stammsitz Burg Dinklage durch einen Hauslehrer, später besuchte er das von Jesuiten geführte Internat Stella Matutina in Feldkirch, Österreich. Ab 1894 besuchte er das Gymnasium Antonianum in Vechta, wo er 1896 mit dem Abitur abschloss.

    Im Jahr 1897 begann von Galen mit dem Studium der Philosophie, Geschichte und Literatur in Freiburg im Üchtland. 1898 reifte jedoch nach einer Romreise (mit Privataudienz bei Papst Leo XIII.) sein Entschluss Priester zu werden und er trat 1899 in das Jesuiten-Konvikt Canisianum in Innsbruck ein. An der dortigen Universität setzte er das Studium der Philosophie fort und begann mit dem Studium der Theologie. Ostern 1903 wechselte er ins Priesterseminar Münster und wurde am 28. Mai 1904 durch Bischof Hermann Jakob Dingelstad zum Priester geweiht.

    Von Galen war nach seiner Priesterweihe zunächst als Domvikar und Kaplan seines Onkels, dem Weihbischof von Münster, tätig und ab 1906 als Kaplan in der Kirche St. Matthias Winterfeldtplatz. 1911 übernahm er das Amt des Seelsorgers in der Gemeinde St. Clemens Maria Hofbauer am Anhalter Bahnhof. Ab 1919 war er dann schließlich Pfarrer der Pfarrei St. Matthias. Dort lernte er Nuntius Eugenio Pacelli, den späteren Papst Pius XII. kennen, mit dem er sich oft traf. 1933 wurde von Galen zum Bischof von Münster gewählt.

    Zeit des Nationalsozialismus

    Während des Nationalsozialismus versucht von Galen wiederholt auf das Unrecht des Nazi-Regimes aufmerksam zu machen. So fördert er maßgeblich 1937 die Enzyklika "Mit brennender Sorge", einem öffentlichen Rundschreiben von Papst Pius XI. an die katholischen Bischöfe in Deutschland, in dem das NS-Regime und seine Kirchen- und Rassenpolitik scharf verurteilt wird.

    Im jahr 1941 hält er drei Predigten, in denen er die Beschlagnahme von Kirchengut und Euthanasiemaßnahmen der Nationalsozialisten anprangert. Diese Predigten werden als Kopien in Deutschland verbreitet und später auch von den Alliierten in Flugblättern auszugsweise vervielfältigt. Auf Grund seiner mutigen Kritik wird er als "Löwe von Münster" auch im Ausland bekannt.

    In den darauf folgenden Jahren kritisiert er die Rassenpolitik und wendet sich vor allem gegen das Bemühen der Nationalsozialisten, neuheidnische Feiern und Riten einzuführen. Eine Verhaften unterbleibt allerdings um die Loyalität von Katholiken und Münsterländern im 2. Weltkrieg nicht zu schwächen.

    Nachkriegszeit

    Nach Kriegsende ruft von Galen die Siegermächte zu einer humanen Behandlung der deutschen Bevölkerung und der Kriegsgefangenen auf.

    Im Februar 1946 ernennt Papst Pius XII. von Galen zum Kardinal. Am 22. März des selben Jahres stirbt Kardinal Graf von Galen in Münster.

    Quelle und vollständiger Artikel auf Wikipedia.

     
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